Prof. Dr. Susanne Lilian Gössl

Justitia-Programm

Bild: Anne Sanders

Die nächsten Veranstaltung des Justitia-Programms sind:

Hintergrund des Justitia-Programms

Obwohl inzwischen mehr Frauen als Männer Jura studieren (hier die Zahlen in Kiel), gibt es deutlich weniger als 50% Juraprofessorinnen (Zahlen: 2014 waren von ca. 880 Professuren 120 mit Frauen besetzt, 2017/2018 waren es 165 bei 1.010 Professuren). Auch machen viele Frauen hervorragende Examina, sodass es nicht an der fachlichen Kompetenz scheitert. Grund ist vielmehr, dass sich nur wenige Frauen sich für den Weg in die Wissenschaft entscheiden.

Hintergrund ist hier zum Teil auch, dass eine große Unsicherheit besteht, wie der Karriereweg bis zur Professur ausgestaltet sein soll und wie eine Vereinbarkeit von Familienplanung und Berufsplanung möglich ist. In dem "Justitia-Programm", das von Frau Professorin Gössl in Kiel ins Leben gerufen wurde, soll sich mit dem Thema "Wissenschaft als Beruf" für Juristinnen auseinandergesetzt werden.

Das Justitia-Programm wendet sich an fortgeschrittene Studentinnen, Doktorandinnen und Habilitandinnen und möchte dem Austausch und der Information dienen und damit langfristig (auch) zu einem Weg in die Wissenschaft ermutigen. Daneben soll aber auch der Auf- und Ausbau von Netzwerken gefördert werden und allgemein ein Austausch zwischen Juristinnen stattfinden über die verschiedenen challenges, die beruflich auftreten können. Denn auch fortgeschrittene Studentinnen, Doktorandinnen und Habilitandinnen können sich gegenseitig wertvolle Tipps und Inspirationen geben. 

Austausch soll erfolgen zu folgenden Fragen:

  • Promotion - ja oder nein? Wann und wo und wie?
  • Familienplanung und Wissenschaft?
  • Wie schreibe ich wissenschaftlich und was muss ich bei Veröffentlichungen beachten?
  • Promotion - was nun?
  • Wie verhandle ich sinnvoll im Beruf?
  • Wie gehe ich mit Gender-Stereotypen und anderen Klischées um, mit denen ich konfrontiert werde?
  • Wie kann ich meinen Auftritt und meine Präsentationen verbessern?
  • und und und ... was Sie bewegt!

 

Sie müssen somit nicht zu einer Karriere in der Wissenschaft entschlossen sein, um an den regelmäßig stattfindenden Treffen teilzunehmen. Insbesondere sind Sie herzlich willkommen, wenn Sie sich allgemein für das wissenschaftliche Arbeiten interessieren, Ihnen die Lehre Spaß macht oder Sie allgemein mit dem Gedanken spielen, zumindest den nächsten wissenschaftlichen Karriereschritt (Promotion - Habilitation) in Angriff zu nehmen.  

Da sich einige Thematiken nicht nur an Frauen richten und auch nicht richten sollen, steht das Programm bei bestimmten Fragen auch (männlichen) Nachwuchswissenschaftlern offen, etwa wenn es um Fragen wie Work-Family-Balance oder Fragen der Kinderplanung geht.
 

Ein OpenOlat-Kurs ist ebenfalls vorhanden - eine Anmeldung hier ist nicht verpflichtend, aber hilfreich, um informiert zu bleiben.

 

Das Justitia-Programm geht auf das von Frau Professorin Gössl mitgegründete Bonner Schwesterprogramm zurück und verdankt seinen Namen und viele Anregungen dem "Justitia Mentoring - Frauen fördern Frauen" Programm an der juristischen Fakultät der Universität Freiburg.

Das oben genzeigte Bild wurde von Frau Professorin Anne Sanders (Bielefeld), der Mitgründerin des Bonner Programms, entworfen. Es wird mit ihrer freundlichen Erlaubnis auch hier verwendet.